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Nationalsozialistische Propaganda
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Die nationalsozialistische Propaganda (auch NS- oder Nazi-Propaganda) war eine der zentralen AktivitĂ€ten der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP). Sie diente wĂ€hrend der Weimarer Republik dem Ziel der MachtĂŒbernahme, in der Zeit des Nationalsozialismus im Deutschen Reich der „Verwirklichung des kulturellen Willens des FĂŒhrers“ und der „Durchdringung des gesamten deutschen Volkes mit der nationalsozialistischen Weltanschauung“. Zum Zweck der Propaganda wurden Presse, Rundfunk und Film eingesetzt.cite-ref-2[2]

Zentrale Themen der nationalsozialistischen Propaganda waren die sogenannten Novemberverbrecher und das Versailler Diktat, die Konspiration des angeblichen Weltjudentums und der damit eng verbundene Antikommunismus (Kampf gegen den jĂŒdischen Bolschewismus), die Ideologie der Volksgemeinschaft, die Verherrlichung der Gefallenen der Bewegung und das Heldengedenken, das nationalsozialistische Frauenbild sowie der bedingungslose FĂŒhrerkult um Adolf Hitler als Diktator. Direkt zur Kriegsvorbereitung dienten die Revision der deutschen Gebietsverluste infolge des Friedensvertrags von Versailles unter dem Schlagwort Heim ins Reich und die Legende, Deutschland sei ein Volk ohne Raum und mĂŒsse sich Lebensraum im Osten erobern.

Methodisch konzentrierte sich die Propaganda der Nationalsozialisten auf wenige Themen, die sie zu einprĂ€gsamen, an die GefĂŒhle appellierenden Parolen verarbeitete. Sie folgte damit den Leitvorstellungen von Propaganda, die Adolf Hitler schon in seinem in den Jahren 1924 bis 1926 verfassten Grundlagenwerk Mein Kampf beschrieben hatte: „Gerade darin liegt die Kunst der Propaganda, dass sie, die gefĂŒhlsmĂ€ĂŸige Vorstellungswelt der großen Masse begreifend, in psychologisch richtiger Form den Weg zur Aufmerksamkeit und weiter zum Herzen der breiten Masse findet.“cite-ref-3[3]

Wichtige Verbreitungsmittel der NS-Propaganda waren BĂŒcher und Zeitungen, aber auch neue Medien wie Rundfunk und Film. Die Filmpolitik war sogar ein zentraler Bestandteil der Propaganda. Eine herausragende Rolle spielten zudem öffentliche Versammlungen und AufmĂ€rsche, der Schulunterricht sowie eigene Organisationen wie die Hitlerjugend (HJ) oder der Bund Deutscher MĂ€del (BDM), aber auch materielle BegĂŒnstigungen gegenĂŒber der Bevölkerung. Eine wesentliche Institution fĂŒr die Verbreitung und Kontrolle nationalsozialistischer Propaganda war das von Propagandaminister Joseph Goebbels geleitete Reichsministerium fĂŒr VolksaufklĂ€rung und Propaganda.

Contents

‱ Strategien
‱ Themen
‱ Frauenbild
‱ Medien
‱ Presse
‱ Film
‱ Lieder
‱ Briefmarken
‱ Siehe auch
‱ Literatur
‱ Weblinks

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Entwicklung

Leitlinien nationalsozialistischer Propaganda in Hitlers Mein Kampf

In seinem 1924–1926 geschriebenen Buch Mein Kampf entwickelte Hitler bereits die wesentlichen Grundmuster und Leitlinien fĂŒr die spĂ€tere nationalsozialistische Propaganda.cite-ref-4[4] Propaganda mĂŒsse sich vornehmlich an das GefĂŒhl richten und nur sehr bedingt an den Verstand. Sie habe „volkstĂŒmlich zu sein und ihr geistiges Niveau einzustellen auf die AufnahmefĂ€higkeit der BeschrĂ€nktesten unter denen, an die sie sich zu richten gedenkt“.cite-ref-5[5] Es sei „falsch, der Propaganda die Vielseitigkeit etwa des wissenschaftlichen Unterrichts geben zu wollen“.cite-ref-6[6] Hitler bekennt sich deutlich zum manipulativen Umgang von Propaganda mit ObjektivitĂ€t und Wahrheit. Propaganda habe „nicht objektiv auch die Wahrheit, soweit sie den anderen gĂŒnstig ist, zu erforschen, um sie dann der Masse in doktrinĂ€rer Aufrichtigkeit vorzusetzen, sondern ununterbrochen der eigenen zu dienen“.cite-ref-7[7]

Als ein wesentliches Prinzip einer sich an die breite Masse der Bevölkerung richtenden Propaganda formuliert Hitler die BeschrĂ€nkung auf wenige Themen, Gedanken und Schlussfolgerungen, die beharrlich wiederholt werden mĂŒssten.cite-ref-8[8]

Victor Klemperer schilderte spĂ€ter den Umgang der Nationalsozialisten mit Sprache in seinem Werk LTI – Notizbuch eines Philologen und kommt zu dem Ergebnis, dass die Rhetorik der Nationalsozialisten die Menschen weniger durch einzelne Reden, FlugblĂ€tter oder Ă€hnliches beeinflusst habe als vielmehr durch die stereotype Wiederholung der immer wieder gleichen, mit nationalsozialistischen Vorstellungen besetzten Begriffe und Floskeln.

Nationalsozialistische Propaganda vor 1933

Organisation

Im Zuge der NeugrĂŒndung der NSDAP im Jahr 1925 und ihrer organisatorischen Festigung wurde das Amt des Reichspropagandaleiters der NSDAP aufgebaut.cite-ref-9[9] ZunĂ€chst erfolgte der vertikale Ausbau der Propagandaarbeit, vor allem der so genannten Propagandazellen bei den Gauleitungen und Ortsgruppen. Die von dem stellvertretenden Reichspropagandaleiter Heinrich Himmler 1928 ausgearbeiteten Richtlinien fĂŒr Propagandaaktionen sollten besonders zur Vorbereitung und DurchfĂŒhrung von nationalsozialistischen Großveranstaltungen als KernstĂŒck nationalsozialistischer Propaganda dienen.cite-ref-10[10]

Nach Hermann Esser und Gregor Strasser ĂŒbernahm 1930 Joseph Goebbels das Amt des Reichspropagandaleiters, zusĂ€tzlich wurde er am 14. MĂ€rz 1933 Chef des neu gegrĂŒndeten Reichsministeriums fĂŒr VolksaufklĂ€rung und Propaganda. Erstmals im Reichstagswahlkampf 1930 und spĂ€ter bei den Wahlen im Juli und im November 1932 betrieb die NSDAP Wahlpropaganda, die bisher in Deutschland in dieser professionellen Form nicht bekannt war, beispielsweise durch den Einsatz ausgebildeter Reichsredner.

Die Propagandaleitung war organisatorisch der Reichspropagandaleitung der NSDAP zugeordnet und in der MĂŒnchener Parteizentrale (Braunes Haus) ansĂ€ssig. Nach 1933 wurde eine Verbindungsstelle in Berlin eingerichtet, so dass sich allmĂ€hlich ein Teil der Arbeit dorthin verlagerte.

Inhalte

Nach dem gescheiterten Hitlerputsch in MĂŒnchen vom November 1923 legte Hitler fĂŒr die NSDAP eine neue Marschroute fest. Sie besagte, dass die Putschtaktik durch eine neue LegalitĂ€tstaktik abgelöst werden sollte, um auf legalem Weg an die Regierungsgewalt zu kommen. Um dies zu erreichen, musste sie das Bild einer radikalen Splittergruppe abstreifen und sich eine Massenbasis verschaffen. Die Organisationsarbeit der demokratischen Parteien sollte dabei als Vorbild gelten. Politische Gegner wie auch der Parlamentarismus sollten mit deren eigenen Waffen geschlagen werden.

Um eine „Mobilisierung der Massen“ zu erreichen, wurde das Schwergewicht der politischen Arbeit auf die Propaganda gelegt. Hitlers bereits in Mein Kampf entwickelte Prinzipien

‱ BeschrĂ€nkung auf wenige Themen und Schlagworte,
‱ geringer geistiger Anspruch,
‱ Abzielen auf das gefĂŒhlsmĂ€ĂŸige Empfinden der Massen,cite-ref-11[11]
‱ Vermeidung von Differenzierungen,
‱ und die tausendfache Wiederholung der jeweiligen GlaubenssĂ€tze

bestimmten nun das Vorgehen der nationalsozialistischen Propaganda, die so zu einer höchst erfolgreich eingesetzten Waffe des NS-Apparates wurde.

Nationalsozialistische Propaganda war auch ein Gegenkonzept zu den Methoden der demokratischen Parteien, deren politische Werbung sich stĂ€rker auf rationale Argumentation stĂŒtzte. NS-Propaganda setzte demgegenĂŒber auf den gewollten Verzicht von ErklĂ€rungen, einen Appell an das Irrationale und auf das emotionsgeladene Freund-Feind-Klischee. Die Kundgebungsreden, die bis 1933 das wichtigste Agitationsinstrument der Nationalsozialisten waren, hatten daher nicht die Aufgabe, anhand konkreter PlĂ€ne das Wahlprogramm und die politischen Ziele des Nationalsozialismus zu erlĂ€utern, sondern es sollte ein – im Einzelnen gar nicht definierter – „allgemeiner Glaube an den Nationalsozialismus“ vermittelt werden. Hinsichtlich möglicher Zukunftsperspektiven verfuhren die Propagandisten nach dem Rezept, allen alles zu versprechen und dabei konkrete Festlegungen zu vermeiden.

Zu den BemĂŒhungen der NSDAP um Einfluss in der schwer zu erobernden katholischen Rheinprovinz, Bereich unterer Niederrhein, vermerkte ihr OberprĂ€sident Johannes Fuchs 1930 dienstlich:

„(Höhepunkt der NS-)Propaganda unter der lĂ€ndlichen Bevölkerung ist eine gemeinsame Osterveranstaltung der Ortsgruppe Wesel zusammen mit vier SA-StĂŒrmen aus Essen, MĂŒhlheim und Wesel, insgesamt etwa 300 Mann, in der Gegend von Wesel. [
] Sie [sc. die Bevölkerung von Hamminkeln] wurde nun zwei volle Tage durch die nationalsozialistische Propaganda bearbeitet. Zapfenstreich, UmzĂŒge, geschlossener Kirchgang fĂŒr Protestanten und Katholiken an beiden Ostertagen, Stand- und Abendkonzerte der SA-Kapelle, ein ‚Sportfest‘, zogen das Interesse der Bevölkerung auf den Werbetrupp.“cite-ref-12[12]

Inhaltlich diversifizierte die Partei ihre Propaganda in den Jahren des Aufstiegs und sprach die unterschiedlichen soziokulturellen Milieus mit jeweils unterschiedlichen Angeboten an. Mit, wie der Historiker Hans-Ulrich Wehler es nennt, „nacktem Populismus“ versprach sie jedem, was er hören wollte, und konnte so unter den stĂ€dtischen Mittelschichten, unter kleinstĂ€dtischen und Landarbeitern AnhĂ€nger und in der Oberschicht AnhĂ€nger gewinnen. Obwohl sich das Arbeitermilieu in den GroßstĂ€dten und das traditionelle katholische Milieu als einigermaßen resistent erwiesen, gelang es der NSDAP, zur – wie Hitler es nannte – „deutschen Volkspartei“ zu werden. Überwölbende Themen waren dabei die Weltwirtschaftskrise und die Reparationen: Im Sommer 1929 arbeitete die Partei mit der DNVP und dem Stahlhelm am Reichsausschuss fĂŒr das Volkbegehren gegen den Young-Plan teil, was ihr erhebliche nationale Reputation einbrachte. Ein Topos fehlte aber weitgehend in der NS-Propaganda der Jahre 1930–1932: der rabiate Antisemitismus. Nach dem enttĂ€uschenden Abschneiden bei der Reichstagswahl 1928 wurde dieser Kernbestandteil des Parteiprogramms von der ParteifĂŒhrung in den Hintergrund gerĂŒckt, da er auf breite WĂ€hlerschichten abstoßend wirkte.cite-ref-13[13] Laut Hans Mommsen waren in den frĂŒhen 1930er Jahren von der DNVP zeitweise mehr antisemitische Slogans zu hören als von den Nationalsozialisten.cite-ref-14[14]

Der Historiker Andreas Wirsching sieht dagegen den Antisemitismus auch in der Aufstiegsphase weiterhin im Zentrum der NS-Propaganda. Er verweist auf den KurfĂŒrstendamm-Krawall, bei dem am 12. September 1931 1.000 SA-Leute jĂŒdische Passanten auf der Prachstraße des Berliner Westens beschimpften und misshandelten. In Goebbelsâ€Č Angriff findet Wirsching fĂŒnf antisemitische Topoi:

‱ die Vorstellung des angeblich „jĂŒdischen“ Bolschewismus,
‱ das Klischee des Geldjuden, der sich durch Schiebereien und unlautere WarenhausgeschĂ€fte mitten in der Wirtschaftskrise bereichere,
‱ das Bild des Juden als Verbrecher (hier griff man auf die kaiserzeitliche Polemik gegen Einwanderung von Ostjuden zurĂŒck),
‱ die angebliche Korruption der Berliner Behörden, die sich angeblich von Juden bestechen ließen.cite-ref-15[15]

Der Historiker Peter Longerich dagegen schreibt, die in dieser Zeit nachweisbaren antisemitischen Motive in der NS-Propaganda wie etwa das angeblich unheilvolle Wirken „internationaler FinanzmĂ€chte“ oder der Kampf gegen das Weimarer „System“, das als jĂŒdisch diffamiert wurde, seien unterschwellig codiert geblieben oder nur im Hintergrund von Plakaten aufgetaucht.cite-ref-16[16]

Nationalsozialistische Propaganda nach der MachtĂŒbernahme 1933

Das Reichsministerium fĂŒr VolksaufklĂ€rung und Propaganda wurde am 13. MĂ€rz 1933 eingerichtet – einen Tag, nachdem Hitler in MĂŒnchen als Folge der nationalsozialistischen Machtergreifung die „Gleichschaltung des politischen Willens der LĂ€nder“ angeordnet hatte. Der nunmehr zum Reichspropagandaleiter und Reichsminister fĂŒr VolksaufklĂ€rung und Propaganda in Personalunion aufgestiegene Goebbels, ein sehr enger Vertrauter Hitlers, konnte seinen Machtbereich entscheidend erweitern, da praktisch alle oppositionellen Medien mit einem Schlag ausgeschaltet wurden.

Im Auftrag von Goebbels baute Walter Tießler 1934 den Reichsring fĂŒr nationalsozialistische Propaganda und VolksaufklĂ€rung auf. Vorher hatte sich das Amt Konzentration in der Reichspropagandaleitung um die Zentralisierung der Propaganda gekĂŒmmert. „Mit der Schaffung des Reichsrings im Jahre 1934 wurde die Propaganda- und AufklĂ€rungsarbeit der Ämter, Gliederungen, angeschlossenen VerbĂ€nde, der stĂ€ndischen Fach- und Berufsorganisationen sowie zahlreicher Vereine unter eine einheitliche Lenkung gebracht. Es wurde ein Reichsring I gebildet, in dem alle Parteiorganisationen vertreten sind. In einem Reichsring II wurden alle ĂŒbrigen Reichs-Organisationen, die propagandistische Aufgaben haben, betreut“, so Tießler 1944. Der Reichsring wertete insbesondere die Volksgerichtshofsprozesse propagandistisch aus und ĂŒberwachte den Rednereinsatz des Deutschen Bildungswerks und des LeistungsertĂŒchtigungswerks der Deutschen Arbeitsfront sowie anderer Organisationen der Erwachsenenbildung.cite-ref-17[17]cite-ref-18[18] Als Leiter der Verbindungsstelle mit Dienstort Berlin hatte ab 1937 Wilhelm Haegert, ab 1941 dann Walter Tießler die Aufgabe, „jeden Verkehr mit den Reichsministerien, Behörden und öffentlichen Körperschaften usw. zu zentralisieren und den gesamten Verkehr mit diesen durchzufĂŒhren“. So sollten einerseits die Richtlinien der Propaganda zur Kenntnis der betreffenden Reichsbehörden kommen. Andererseits brachte die Verbindungsstelle alle Aufgaben und Anordnungen, die von Seiten des Reichspropagandaministeriums ergehen, der Reichspropagandaleitung zur Kenntnis.

Um ein möglichst breites Spektrum an BĂŒrgern ĂŒber den Rundfunk zu erreichen, ging 1933 ein auf Betreiben der Nationalsozialisten eigens entwickeltes RadiogerĂ€t in Serie, der „VolksempfĂ€nger“. Wegen seines geringen Preises von 76 Reichsmark (ein Bruchteil der Kosten eines herkömmlichen RöhrenempfĂ€ngers von 200 bis 400 RM) war dieses GerĂ€t der Mehrheit der Bevölkerung leicht zugĂ€nglich. Ein stark vereinfachtes GerĂ€t, der im Volksmund auch „Goebbelsschnauze“ genannte „Deutsche KleinempfĂ€nger“ (DKE 38), kam 1938 zum Preis von 35 Reichsmark auf den Markt. Der Hörfunk entwickelte sich daher bald zu einem einflussreichen Medium nationalsozialistischer Propaganda. Da aber die Bevölkerung einer andauernden politisch-propagandistischen Beschallung schnell ĂŒberdrĂŒssig wurde, sah sich Goebbels gezwungen, das Programm der bereits seit 1925 in der Reichs-Rundfunk-Gesellschaft organisierten regionalen Rundfunkgesellschaften durch Wunschkonzerte, Hörspiele und teils abenteuerliche Wehrmachtberichte attraktiver und abwechslungsreicher zu gestalten. Vom 1. Januar 1939 an bis Kriegsende sendete der Großdeutsche Rundfunk ein einheitliches Hörfunkprogramm. Hierzu siehe auch: Rundfunkpropaganda im Zweiten Weltkrieg.

Wandzeitungen wie die Parole der Woche wurden öffentlich ausgehÀngt.

ZusĂ€tzlich galt es, Meinungstendenzen in der Bevölkerung festzustellen und die Propaganda dementsprechend auszurichten. Sie musste sich den wechselnden Stimmungen möglichst tagesaktuell anpassen. Nach den Novemberpogromen 1938 (der sogenannten Reichskristallnacht), einer vom nationalsozialistischen Regime organisierten Zerstörung fast aller Synagogen, zahlreicher jĂŒdischer GeschĂ€fte und Einrichtungen sowie Wohnungen deutscher Juden im gesamten Reich, ließ sich sowohl innerhalb der Gesellschaft als auch innerhalb der Partei eine gewisse Distanzierung von derartigen wirtschaftsschĂ€digenden Gewaltexzessen feststellen.cite-ref-19[19] Daraufhin wurde die rassistische Propaganda zeitweilig reduziert. Auch trat von diesem Zeitpunkt an die Drangsalierung der jĂŒdischen Gemeinde mehr in den Hintergrund. Man hatte festgestellt, dass die Bevölkerung die Pogrompolitik der Nationalsozialisten gegenĂŒber Juden und politischen Gegnern eher akzeptierte, „solange die Verfolgung diskret und gesetzmĂ€ĂŸig ablief“.cite-ref-20[20]

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs konzentrierte man sich angesichts der aussichtsloser werdenden militĂ€rischen Situation immer stĂ€rker darauf, im Rundfunk sowie insbesondere in der Deutschen Wochenschau an die Opferbereitschaft der Bevölkerung fĂŒr den – immer unwahrscheinlicher werdenden – Endsieg zu appellieren. Die lautstarke Siegesgewissheit der ersten Kriegsjahre wich nun zunehmend einfachen Durchhalteparolen.

Strategien

Politische Rhetorik

Unter nationalsozialistischem Einfluss verĂ€nderte sich die Bewertung zahlreicher Begriffe radikal. Begriffe, die in der bĂŒrgerlichen Gesellschaft der Weimarer Republik moralisch negativ bewertet waren, wurden nun von der NS-Propaganda zu positiven Werten modelliert. Das Adjektiv „rĂŒcksichtslos“ beispielsweise wurde im Sprachgebrauch der Nationalsozialisten gern in der Bedeutung von „zielstrebig“ oder „energisch“ verwendet, also im Sinne einer positiven Eigenschaft. In Ă€hnlicher Weise wurde auch „Hass“ in bestimmten ZusammenhĂ€ngen zu einem positiven Wert: der „heldische Hass der nordischen Rasse“ wurde dem „feigen Hass des Judentums“ gegenĂŒbergestellt.

Ein weiteres Charakteristikum der Propagandasprache war der Gebrauch einer „Rhetorik der Gewalt“. Insbesondere die Reden Hitlers waren gespickt mit außerordentlich aggressiven, diffamierenden und unflĂ€tigen Angriffen gegen politische Gegner. Diese wurden als ĂŒbelste Kriminelle beschimpft und ihnen wurde Betrug, Sabotage, Gaunertum, Schwindel und sogar Mord zur Last gelegt. Insbesondere die Juden wurden rhetorisch dĂ€monisiert, gleichzeitig moralisch entwertet und durch einen bestimmten Sprachgebrauch – zum Beispiel durch Tiervergleiche – „entmenschlicht“. Schimpfwörter wie „Parasit“, „Wanze“, „Spulwurm“ und „Ungeziefer“ sollten bewirken, dass die Empathie mit ihnen verlorenging und sich beim Hörer kein MitgefĂŒhl mit den Angegriffenen einstellte. Stattdessen sollte die physische „Vertilgung“ bzw. Vernichtung von Bevölkerungsteilen, die von den Nationalsozialisten als schĂ€dlich fĂŒr die Volksgemeinschaft angesehen und etikettiert wurden, durch entsprechende Assoziationen plausibel gemacht werden.cite-ref-21[21] Um die „Volksfeinde“ zu bekĂ€mpfen, riefen NS-Redner, allen voran Hitler und Goebbels, immer wieder zur „radikalen Beseitigung der Gefahr“ (Goebbels in der Sportpalastrede 1943) und zur „Ausrottung des europĂ€ischen Judentums“ (Hitler) auf.cite-ref-22[22] Eine besondere Rolle im Zusammenhang mit der antijĂŒdischen Propaganda spielte der NS-Publizist Johann von Leers.

FĂŒhrerkult

Die Stilisierung Adolf Hitlers zu einer ĂŒber alle Zweifel erhabenen, unnahbaren und glorifizierten FĂŒhrer-Figur war eine zentrale Aufgabe der NS-Propaganda (vgl. FĂŒhrerprinzip). Zu diesem Zweck wurde die durchaus zweifelhafte Vergangenheit Hitlers verschleiert und mit positiv besetzten Mutmaßungen regelrecht mystifiziert. Es sollte blindes Vertrauen in die Kompetenz des „FĂŒhrers“ erzeugt werden. „FĂŒhrer befiehl, wir folgen“ wurde zu einem viel verwendeten Slogan. Nicht nur die deutsche Bevölkerung, auch die FĂŒhrungsriege der NSDAP unterlag dieser Stilisierung.cite-ref-23[23]

Im Forschungsprojekt „Geschichte und Erinnerung“ wurde in Interviews mit NS-AnhĂ€ngern ein Wechselspiel zwischen NS-Propaganda und AnhĂ€ngerschaft aufgezeigt: Auf der einen Seite ein Großteil der deutschen Bevölkerung voller SchamgefĂŒhle, unverarbeiteter Weltkriegs-Traumata, Regressions- und Erlösungsphantasien, die von der anderen Seite, der NS-Propaganda, bedient wurden.cite-ref-24[24] Hochrangige NS-Politiker verschwiegen ihre Zweifel an bestimmten politischen Vorhaben weniger aus Angst vor Denunziation als vielmehr aus ĂŒbersteigerter Identifikation mit der allmĂ€chtigen Vaterfigur. Hermann Göring formulierte dies treffend: „Ich habe kein Gewissen! Adolf Hitler ist mein Gewissen.“

Am 20. April wurde mit jĂ€hrlichem Zeremoniell der FĂŒhrergeburtstag begangen. Im Jahr 1939 wurde der Badonviller-Marsch zudem zu Hitlers Auftrittsmarsch erklĂ€rt.

Andererseits wurde gleichzeitig versucht, die Mystifizierung und Überhöhung Hitlers durch eine Darstellung seiner Person als „Mensch wie Du und ich“ zu konterkarieren. Heinrich Hoffmann prĂ€sentierte beispielsweise 1932 in der BroschĂŒre Hitler wie ihn keiner kennt den „FĂŒhrer“ als Kinderliebhaber, eifrigen JĂ€ger, Hundefreund oder technikbegeisterten Autofahrer. Der idyllische Berghof diente als Kulisse fĂŒr Fotos. Insgesamt bot sich ein ambivalentes Bild von Hitler, das seiner distanzierten EntrĂŒcktheit auch ModernitĂ€t, VitalitĂ€t, GenĂŒgsamkeit oder Naturliebe gegenĂŒberstellte (siehe auch: Tierschutz im Nationalsozialismus, Naturschutz im Nationalsozialismus). Hitler und andere nationalsozialistische Sympathisanten des Vegetarismus waren darĂŒber hinaus von Wagners Schrift Religion und Kunst beeinflusst, in der Fleischkonsum und Kochen als jĂŒdisches Erbe kritisiert wurden.cite-ref-25[25]

Bilder des FĂŒhrers in Form von BĂŒsten und Plaketten durften gemĂ€ĂŸ den AusfĂŒhrungsverordnungen des Gesetzes zum Schutze der nationalen Symbole nicht ohne Zustimmung der Reichsleitung der NSDAP verwendet werden. FĂŒr die Erteilung der Vertriebsgenehmigung war Ernst Schulte Strathaus als Beauftragter im Stab des Stellvertreters des FĂŒhrers zustĂ€ndig.cite-ref-26[26]

Massenkult und Rituale

Nach ihrem Wahlerfolg und der MachtĂŒbernahme der NSDAP im Jahr 1933 erfolgte die Steuerung der sogenannten „nationalen Bewegung“ zu einem wesentlichen Teil mit den Mitteln symbolischer Kommunikation. Mittels bestimmter Rituale, etwa durch den Hitlergruß, wurde eine pseudoreligiöse Form eines politischen Massenkults geschaffen. Dieser Kult sollte die Sinne ansprechen, Emotionen wecken und den Verstand betĂ€uben. Durch Kundgebungen, FackelzĂŒge, Fahnenappelle, MassenaufmĂ€rsche und Feierstunden sowie durch Jugendorganisationen wie HJ und BDM, aber auch durch entsprechende Gestaltung des Schulunterrichts, gelang es der NSDAP, das verbreitete BedĂŒrfnis nach IdentitĂ€t und sozialer Gemeinschaft geschickt zu bedienen und fĂŒr politische Zwecke zu instrumentalisieren.

Anregungen fĂŒr diese Form einer systematischen Massenbeeinflussung holte Hitler sich unter anderem aus dem Buch Psychologie der Massen (1895) von Gustave Le Bon.cite-ref-27[27] In der bewusst und zielgerichtet eingesetzten Massenpsychologie lag ein SchlĂŒssel zum Erfolg der NS-Propaganda.cite-ref-28[28]

Die französischen Psychoanalytiker BĂ©la Grunberger und Pierre Dessuant zitierten aus einem GesprĂ€ch mit Primo Levi, der gesagt habe, „dass mit Hitler zum ersten Mal in der Geschichte ein besonders mĂ€chtiger und gewalttĂ€tiger Mann [
] die spektakulĂ€re Waffe der Massenkommunikation handhabte.“cite-ref-29[29] Levi habe die „Faszinationskraft der Nazi-Zeremonien“ hervorgehoben: „Wenn Hunderttausende einstimmig schrien ‚Wir schwören es‘, war es so, als ob sie zu einem einzigen Körper geworden wĂ€ren.“cite-ref-30[30]

Wohlfahrt und Konsum

Ein weiteres, vom NS-Staat organisiertes und von der Propaganda aufgegriffenes Instrument zur Beeinflussung der Bevölkerung waren vielfĂ€ltige materielle VergĂŒnstigungen. Dabei wurde, wie der Historiker Götz Aly in Hitlers Volksstaat zeigte, von den Nationalsozialisten geraubtes jĂŒdisches Eigentum – in Form von Möbeln, Kleidung und Schmuck, aber auch in Form enteigneter Geldvermögen – in der Bevölkerung verteilt, um auf diese Weise die Gunst der Bevölkerung zu ‚erkaufen‘. Aly bezeichnet das NS-Regime daher als „GefĂ€lligkeitsdiktatur“.cite-ref-31[31] Die „sozial- und nationalrevolutionĂ€re Utopie“,cite-ref-aly11-32-0[32] welche die NSDAP bei der breiten Mehrheit populĂ€r gemacht habe, sei der „soziale Volksstaat“cite-ref-aly11-32-1[32] gewesen, dessen Wohltaten allerdings auf Kosten anderer finanziert wurden, nĂ€mlich durch Raub jĂŒdischen Vermögens, kriegerische PlĂŒnderungen des Auslands sowie durch Zwangsarbeit.

Zu dieser GefĂ€lligkeitsdiktatur gehörten auch vom Regime „verschenkte“ Wohltaten und Erholungsurlaube im Rahmen des Programms „Kraft durch Freude“ (KdF), aber auch preiswerte KonsumgĂŒter. Der im Auftrag der Nationalsozialisten in diesem Zusammenhang entwickelte „Volkswagen“ wurde jedoch erst nach Kriegsende produziert.

Themen

Rassismus und Sozialdarwinismus

Ein wichtiger Grundstein der nationalsozialistischen Ideologie war der – mit pseudowissenschaftlichen Elementen durchsetzte – Rassismus. Bezugnehmend auf wissenschaftlich nicht haltbare, zur damaligen Zeit jedoch durchaus populĂ€re Rassentheorien wurde versucht, die „deutsche Rasse“, das Germanentum der „nordischen Arier“ (mit der berĂŒhmten Formel „blond und blauĂ€ugig“) gegenĂŒber anderen „Rassen“ (etwa der „slawischen Rasse“), die als „Untermenschen“ abgewertet wurden, als höherwertig darzustellen (→ Herrenrasse). Aus der „natĂŒrlichen Überlegenheit“ des Deutschtums wurde im Geiste eines konsequenten Sozialdarwinismus die Erlaubnis abgeleitet, andere „Völker“ in einem „Rassenkampf“ kriegerisch zu unterwerfen und zu unterdrĂŒcken. Die „deutsche Rasse“, so die Ideologie, sei von Natur aus zum „FĂŒhren“ bestimmt, womit der FĂŒhrerkult innerhalb der Gesellschaft auch auf Ă€ußere Beziehungen ĂŒbertragen wurde, stets legitimiert durch scheinbar wissenschaftliche Theorien. Der Zweite Weltkrieg wurde in diesem Kontext als biologischer Kampf des deutschen Volkes fĂŒr mehr Lebensraum im Osten dargestellt. Eine wichtige Figur war in diesem Zusammenhang das von Hans Grimm geprĂ€gte und von den Nationalsozialisten ĂŒbernommene Bild des „Volkes ohne Raum“. Die Propaganda verortete den Siedlungsbedarf „im Osten“ und nicht lĂ€nger in Übersee, wie es die deutsche Kolonialbewegung noch in der Weimarer Zeit getan hatte. Allerdings wurde der Kolonialrevisionismus in der NS-Zeit zur Widerlegung der sogenannten „kolonialen SchuldlĂŒge“ fortgesetzt. Dies sollte das deutsche Können zur Beherrschung fremder Völker demonstrieren. Das Werben um Wiederherstellung der ehemaligen Kolonien durfte nur noch mit Rohstoffbedarf begrĂŒndet werden.cite-ref-34[34]

Zur NS-Gesundheitspolitik gehörte grausame medizinische Forschung an angeblichen „Untermenschen“. Robert N. Proctor verweist darauf, dass die NS-Gesundheitspolitik und Gesundheitspropaganda neben ihren Vernichtungspraktiken auch einige wissenschaftliche Fortschritte enthielt. Deutsche Ärzte waren die ersten, die eine Verbindung zwischen Tabakrauch und Lungenkrebs herausstellten, und die Nationalsozialisten hielten unter anderem BĂ€ckereien dazu an, Vollkornbrot zu backen. Die gesundheitspolitischen Ziele und PrĂ€ventivkampagnen im Dritten Reich galten jedoch nur fĂŒr den eigenen „Volkskörper“.cite-ref-35[35]

Siehe auch

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Der Mythus des 20. Jahrhunderts

Antisemitismus

Ein zentrales Motiv der NS-Propaganda war der „eliminatorische Antisemitismus“ (Daniel Goldhagen). Das Weltbild der Nationalsozialisten war beherrscht vom Feindbild des Judentums, dem in Form einer Weltverschwörungstheorie sowohl die Verantwortung fĂŒr den modernen Kapitalismus (der „ewige Jude“ als Vertreter des Finanzkapitals) als auch fĂŒr den Kommunismus bzw. „Bolschewismus“ unterstellt wurde. Als ein regelrechtes „Konglomerat des Bösen“ kursierte die Verbindung beider Feindbilder zum „bolschewistischen Juden“ bzw. zur „jĂŒdisch-bolschewistischen Verschwörung“, wie sie besonders von Alfred Rosenberg, dem „Chef-Ideologen“ der Nationalsozialisten, herbeiphantasiert wurde. Diese Propaganda diente spĂ€ter unter anderem der ideologischen Vorbereitung des Ostfeldzuges als Vernichtungskrieg.

Um den Holocaust an den europĂ€ischen Juden propagandistisch einzuleiten und zu legitimieren, wurden unter anderem Propaganda-Spielfilme wie Jud SĂŒĂŸ eingesetzt, in denen die Juden als „verdorbene Rasse“ dargestellt wurden, oder Pseudo-Dokumentarfilme wie Der ewige Jude, in dem Juden mit Ratten und Ungeziefer verglichen wurden. Die Strategie der propagandistischen Dehumanisierung (Entmenschlichung) diente nicht zuletzt auch dazu, die Hemmschwelle fĂŒr jene herabzusetzen, die an den Verbrechen der Nationalsozialisten (insbesondere in den Konzentrations- und Vernichtungslagern) unmittelbar beteiligt waren oder die, etwa als Nachbarn, Zeugen von Verbrechen wurden. Zur Einstimmung auf den Holocaust und dessen Legitimierung diente auch die von Julius Streicher ab 1923 herausgegebene Wochenzeitung Der StĂŒrmer, die in einer hetzerischen Sprache „den Juden“ zum Feindbild stilisierte.

Andererseits wurde nach außen hin stets das Wohlbefinden der europĂ€ischen Juden verkĂŒndet, der Massenmord nicht öffentlich gemacht. Im Film Theresienstadt – Ein Dokumentarfilm aus dem jĂŒdischen Siedlungsgebiet aus dem Jahr 1945, bekannt auch unter dem euphemistischen Titel Der FĂŒhrer schenkt den Juden eine Stadt, werden die LebensverhĂ€ltnisse im Konzentrationslager Theresienstadt als „Wohltat“ der Nationalsozialisten dargestellt.

Volksgemeinschaft und Heldentum

Durch eine klare Abgrenzung zwischen Freund und Feind sowie ein pedantisches, meist auf rassistische Zuschreibungen gegrĂŒndetes Herausarbeiten der Unterschiede beider sowie durch den kultischen Bezug auf Begriffe wie Gemeinschaft, Kameradschaft, Heimat, Nation und Volk wurde ein kĂŒnstliches ZusammengehörigkeitsgefĂŒhl, die Fiktion einer homogenen „Volksgemeinschaft“ geschaffen, der alle „Deutschen“ angehören sollten. Diese auf die Blut-und-Boden-Ideologie gegrĂŒndete Gemeinschaft, an die unentwegt appelliert wurde, sollte sich nicht zuletzt im Krieg gegen den Ă€ußeren Feind als „Gemeinschaft zum Tode“ in Form des unbedingten Heldentums und der absoluten soldatischen und zivilen Aufopferung fĂŒr die Nation bewĂ€hren.

Die Verehrung von „deutschen Tugenden“ wie StĂ€rke, Kampfesmut, Disziplin und „eisernem Willen“ ging einher mit einem ausgeprĂ€gten Ressentiment gegen alles Intellektuelle, das als „jĂŒdisch“ angesehen wurde, sowie mit einer Ablehnung der Moderne, die als „rassische Degeneration“ aufgefasst wurde, wobei man fĂŒr den „kulturellen Verfall“ ebenfalls das Judentum verantwortlich machte. Werke moderner Kunst, ganz besonders des Expressionismus, wurden als „entartete Kunst“ bezeichnet und aus dem Verkehr gezogen oder zerstört, wodurch wichtige Werke bekannter KĂŒnstler dauerhaft verloren gingen. Neben wissenschaftlichen Werken wurden BĂŒcher, die dem Regime weltanschaulich zuwiderliefen, insbesondere Werke linker Autoren (darunter einige der wichtigsten Schriftsteller der Weimarer Republik wie Bertolt Brecht oder Heinrich Mann), ebenfalls verboten und in öffentlichen BĂŒcherverbrennungen als „undeutsch“ zerstört.

Die Kunst im Nationalsozialismus selbst richtete sich am Ideal der VolkstĂŒmlichkeit aus, in der Literatur waren unter anderem Heimatromane populĂ€r. Die bildende Kunst orientierte sich außer an der Darstellung bĂ€uerlicher Einfalt Ă€ußerlich auch am Ideal des antiken Griechenlands und des Klassizismus und zeigte, etwa in den Plastiken Arno Brekers oder den Filmen Leni Riefenstahls, vornehmlich „deutsche KĂ€mpfer“ in heroischer Pose, die das Bild des wohlgeformten, körperlich ĂŒberlegenen „arischen Helden“ in Szene setzten, aber auch muskulöse Arbeiter, insbesondere Handwerker, bei schweren körperlichen TĂ€tigkeiten im „aufopferungsvollen Dienst fĂŒr die Nation“.

Der Kriegsvorbereitung diente auch das sehr verbreitete Lied „Siehst du im Osten das Morgenrot“ mit dem eingĂ€ngigen Refrain „Volk ans Gewehr“.

Frauenbild

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Hauptartikel

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Frauen im Nationalsozialismus

Als Bildnis der NatĂŒrlichkeit, Wahrheit und Ewigkeit wurde die Vorstellung einer Frau propagiert, deren „eigenschaftslose[r] weibliche[r] Körper zum geeigneten symbolischen BehĂ€lter fĂŒr die nationalsozialistische Ideologie“cite-ref-36[36] werden sollte. Die Frau wurde zum ultimativen TrĂ€ger nationalsozialistischer Ideologie, als sich der Großteil der wehrpflichtigen MĂ€nner bereits an der Front im Kampf befand. Die Frauen hatten auf ihre Weise an der „Heimatfront“ zu kĂ€mpfen.

Auf der einen Seite wurde zwar einem beinahe religiös propagierten Mutterkult, der einem aggressiven MĂ€nnlichkeitsideal gegenĂŒberstand, gefrönt, auf der anderen Seite existierte parallel – und widersprĂŒchlich hierzu – das Bild der selbstĂ€ndigen, starken Frau, wie es dem BDM-Ideal entsprach. Aber genossen MĂ€dchen zwischen 14 und 18 Jahren die Freiheiten des BDMs abseits der ihnen bevorstehenden „Mutterpflichten“, geschah innerhalb der NS-Frauenschaft eine umso stĂ€rkere Reduktion der Frau auf „Pflege und Nachwuchs“, propagiert als natĂŒrlicher „Lebensraum“ einer „modernen“ Frau.

Die Idee der starken Familie mit der heldenhaften, fĂŒr die Volksgemeinschaft kĂ€mpfenden Mutter wurde vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise und der politischen Ungewissheit beschworen. Es wurde ein stabiler hĂ€uslicher Rahmen propagiert, der eine Trennung von Öffentlichkeit und PrivatsphĂ€re suggerierte, tatsĂ€chlich aber die Individuen verdeckt auf die gesellschaftlichen Anforderungen der nationalsozialistischen Herrschaft vorbereiten sollte. Dabei wurde systematisch die „Entleerung der Privathaushalte, durch das Einbinden der BĂŒrger in staatlich gelenkte FreizeitaktivitĂ€ten“ eingeleitet. Auch Frauenpolitik förderte die Entprivatisierung der Familie. ReichsfrauenfĂŒhrerin Gertrud Scholtz-Klink forderte die Unterwerfung der Frauen unter FĂŒhrer und Vaterland, obwohl sie die Hauptaufgabe der Frau im privaten Bereich sah.cite-ref-37[37]

Medien

Charakteristisch fĂŒr die Propaganda des Nationalsozialismus ist ihre enge und aufgeschlossene Verbindung mit neuen technischen Massenmedien, insbesondere Film und Rundfunk. Aber auch traditionelle Medien wie BĂŒcher und Presse wurden ausgiebig benutzt.

Presse

Die Wirkung der Presse auf die Gesellschaft ist fĂŒr jede Propaganda von großer Bedeutung. Hitler schreibt dazu: „Der Presseeinfluss auf die Masse ist der weitaus stĂ€rkste und eindringlichste, da er nicht vorĂŒbergehend sondern fortgesetzt zur Anwendung kommt“.

Die Presselenkung erfolgte grundsÀtzlich auf vier Ebenen.

1. Institutionelle Lenkung

1933 ernannte Hitler drei Reichsleiter mit Medienkompetenzen.

Otto Dietrich als Reichspressechef der NSDAP ĂŒbernahm die Leitung der Pressestelle und der Korrespondenz der NSDAP. 1937 wurde er zum Leiter der Presseabteilung der Reichsregierung ernannt, zu deren Hauptaufgaben die «Unterrichtung und Lenkung der deutschen Tageszeitungen» gehörte.

Max Amann als Reichsleiter fĂŒr die Presse ĂŒbernahm die Leitung und Koordination der NS-Parteipresse und des Zentral-Partei-Verlages.

Joseph Goebbels als Reichspropagandaleiter ĂŒbernahm die Leitung des Reichsministeriums fĂŒr VolksaufklĂ€rung und Propaganda und die Leitung der Reichskulturkammer (unterteilt in 7 Kammern).

2. Rechtliche Lenkung

1934 wurde das Schriftleitergesetz verabschiedet, welches die Gleichschaltung der Pressejournalisten als Ziel hatte.

Bis 1935 wurden sĂ€mtliche bedeutenden deutschsprachigen Schweizer Zeitungen in Deutschland verboten (in Österreich herrschte derweil ein Stillhalteabkommen gegenĂŒber deutschen Propagandaoffensiven).cite-ref-38[38]

Ab 1937 gab es Regelungen und EinschrĂ€nkungen fĂŒr die Papierzuteilung. Ab 1941 kamen Verbote zur Auflagensteigerung hinzu. Im Jahr 1944 wurden außerdem ZeitungsumfĂ€nge der Feindpropaganda begrenzt.

3. Wirtschaftliche Presselenkung

Ziel war hier die lĂŒckenlose Kontrolle und die Zerschlagung oder Inbesitznahme aller Presseverlage. Die Zentrale Leitung lag bei Max Amann.

Eine wichtige Maßnahme zur Kontrolle der Presseverlage stellten die Amann-Anordnungen von 1935 dar. In diesem Zusammenhang wurden unter anderem Skandalpresse und Presse fĂŒr spezielle Zielgruppen verboten. Verlage konnten auf Grund nicht erwĂŒnschter WettbewerbsverhĂ€ltnisse geschlossen werden und durften nicht in jĂŒdischem Besitz sein.

4. Inhaltliche Presselenkung

1933 ging das Deutsche NachrichtenbĂŒro in staatlichen Besitz ĂŒber. Außerdem wurden in der Zeit von 1933 bis 1945 tĂ€gliche Pressekonferenzen der Reichsregierung fĂŒr ausgewĂ€hlte Journalisten gehalten, welche detaillierte Weisungen und Verbote zu Inhalt, Platzierung, Gestaltung und Umfang beinhalteten. Eigenrecherche war den Journalisten untersagt. Diese Konferenzen wurden in Protokollen dokumentiert, die am Ende des Monats vernichtet wurden.cite-ref-39[39]

Film

Nach Goebbels konnte „eine gute Regierung ohne Propaganda, [
] ebenso wenig bestehen wie eine gute Propaganda ohne eine gute Regierung. Beide mĂŒssen sich einander ergĂ€nzen“.cite-ref-40[40] Goebbels bezeichnete das Medium des Films als „modernstes Beeinflussungsmittel“.

Bereits vor der Machtergreifung nutzte die NSDAP das Filmmedium. In Kinos lief erstmals Wahlwerbung von NS-FĂŒhrern. Nach dem Wahlsieg 1933 wurde die Reichsfilmkammer gegrĂŒndet. Drehbuchautoren, Regisseure, Schauspieler und selbst Kinobesitzer mussten Mitglied sein. JĂŒdische KĂŒnstler waren ausgeschlossen. Die wĂ€hrend der Weimarer Republik finanziell eher schwache Filmindustrie wurde nun vom Staat selbst gefördert. Der Besitzer der Universum-Film AG, Alfred Hugenberg, stellte das grĂ¶ĂŸte deutsche Filmunternehmen bereitwillig den Propagandazwecken zur VerfĂŒgung. Auch hier wurden die jĂŒdischen Mitarbeiter entlassen, um der Filmwirtschaft „völkische Konturen“ (Goebbels) zu verleihen.cite-ref-41[41] 1937 verkaufte Hugenberg seine Anteile an der UFA an die Cautio Treuhand, eine im Auftrag Goebbels wirkende Holdinggesellschaft.

1942 wurde die UFA mit den noch verbliebenen privaten Filmproduktionsunternehmen zur staatlichen Ufa-Film GmbH (UFI) zusammengefasst, die gesamte Filmproduktion Deutschlands war somit in NS-Besitz. Filme, die das „nationalsozialistische, religiöse, sittliche oder kĂŒnstlerische Empfinden“ (Goebbels) verletzten, wurden verboten. Bei Ungehorsam wurde brutal durchgegriffen. „KĂŒnstler mĂŒssen sich den Gesetzen der Ordnung und der nationalen Disziplin fĂŒgen: wenn sie das nicht wollen, verlieren sie wie jeder andere BĂŒrger auch ihren Kopf“, so Goebbels. Mit einer Änderung des Reichslichtspielgesetzes machte sich der Propagandaminister, der sich selbst als „leidenschaftlicher Liebhaber der Filmkunst“ sah, persönlich zum obersten Filmherren des Reiches.

FĂŒr die Filmpropaganda wurden ĂŒber 1500 mobile Filmtrupps eingesetzt. Diese waren in den kinoleeren Regionen unterwegs, um Propagandafilme zu zeigen. Oft wurden diese gut besucht, auch weil es auf dem Land kaum andere Unterhaltungsmöglichkeiten gab. Unmittelbar vor Beginn des Zweiten Weltkriegs wurden in der Wehrmacht und Waffen-SS sogenannte Propagandakompanien (PK) eingerichtet, die das Kriegsgeschehen filmen sollten, um die so entstehenden Bilder spĂ€ter propagandistisch verwerten zu können.

Von den insgesamt rund 1200 wĂ€hrend des Regimes produzierten Spielfilmen dienten nur etwa 160 der direkten Propaganda. Ab 1934 wurde jedem Kinobesitzer vorgeschrieben, im Vorprogramm einen so genannten „Kulturfilm“ zu zeigen. Dies waren kurze, vermeintlich sachlich gehaltene Dokumentationsfilme ĂŒber kulturelle, naturwissenschaftliche und pseudowissenschaftliche Themen wie Rassenlehre und Antisemitismus.

Die Propaganda im Film betraf jede Thematik und jedes Genre des Films. Bevorzugt von der NS-Propaganda genutzt wurden folgende Spielarten:

‱ Wochenschauen: Die im Vorprogramm des Kinos ausgestrahlten Nachrichtensendungen, die insbesondere vom militĂ€rischen Geschehen berichteten. Ab 1940 wurden die verschiedenen existierenden Wochenschauen zur Deutschen Wochenschau gleichgeschaltet, deren Produktion von Goebbels persönlich ĂŒberwacht wurde.
‱ Kulturfilme: die bereits angesprochenen Kurzdokumentationen ĂŒber Themen wie Rassenlehre, Blut und Boden.
‱ Parteitagsfilme: Sie berichteten in dokumentarischer Form ĂŒber die NĂŒrnberger Reichsparteitage. Der Sieg des Glaubens, Triumph des Willens oder Tag der Freiheit! – Unsere Wehrmacht von Leni Riefenstahl gelten als Werke von hoher technischer Brillanz, die sich in den Dienst der NS-Propaganda stellen. In diese Kategorie fĂ€llt auch der Film Der Marsch zum FĂŒhrer.
‱ Spielfilme mit Propagierung des FĂŒhrerprinzips: Hier wurde die Geschichte einer FĂŒhrergestalt, beispielsweise die einer historischen Persönlichkeit dargestellt, um einen Bezug zur Gegenwart herzustellen. Beispiele sind Filme ĂŒber Friedrich II. wie Fridericus (1937, Regie: Johannes Mayer, mit Bernhard Minetti) oder Der große König (1942, Regie: Veit Harlan, mit Gustav Fröhlich).
‱ Durchhaltefilme: SpĂ€testens 1943 nach der Schlacht von Stalingrad wuchs die allgemeine Skepsis gegenĂŒber dem propagierten „Endsieg“. Durchhaltefilme, die militĂ€rische Niederlagen zeigen, die letztendlich zu einem glanzvollen Sieg fĂŒhren, sollten den Willen auch bei einer sicheren Niederlage stĂ€rken. Der letzte Film dieser Art war Kolberg.
‱ Propaganda im heiteren Film: 90 Prozent der wĂ€hrend des NS-Regimes produzierten Filme waren so genannte H-Filme (Heitere Filme). Sie sollten die BĂŒrger von Sorgen und Problemen ablenken und unterschwellig Werbung fĂŒr NS-Ziele machen. In Quax, der Bruchpilot mit Heinz RĂŒhmann in der Hauptrolle wurde zum Beispiel auf komödiantische Weise Werbung fĂŒr die Luftwaffe gemacht.

Ab 1944 verschlechterten sich die Produktionsbedingungen fĂŒr die Filmindustrie stark. Kinos und ProduktionsstĂ€tten waren zerstört, Gebiete besetzt. Goebbels versuchte bis zum Ende die Filmwirtschaft am Leben zu erhalten. LeinwĂ€nde wurden zwischen Ruinen aufgehĂ€ngt. Noch wĂ€hrend sich die sowjetischen Truppen Berlin nĂ€herten, plante Goebbels einen abendfĂŒllenden Film ĂŒber eine Berliner Bombennacht mit dem Titel Das Leben geht weiter.

Mehr als 40 ehemalige NS-Propagandafilme unterliegen als sog. Vorbehaltsfilme bis heute einem Vertriebsverbot und eingeschrĂ€nkten AuffĂŒhrungsmöglichkeiten.cite-ref-42[42]

Siehe auch

:

Nationalsozialistische Filmpolitik

,

Liste der am höchsten prÀdikatisierten NS-Spielfilme

und Liste der unter der alliierten MilitÀrzensur verbotenen deutschen Filme

Lieder

Lieder spielten in der Propaganda des Nationalsozialismus eine bedeutsame Rolle. Zu den bekannten Liedern, die auf die NS-Propaganda zurĂŒckgehen oder von ihr instrumentalisiert wurden, gehören unter anderem das Horst-Wessel-Lied, das Sturmlied („Deutschland, erwache!“), Es zittern die morschen Knochen, VorwĂ€rts! VorwĂ€rts! schmettern die hellen Fanfaren, Siehst du im Osten das Morgenrot und Erika.

Siehe auch

:

Musik im Nationalsozialismus

Briefmarken

Wie auch von den Alliierten, wurden von deutscher Seite Briefmarken zu Propagandazwecken genutzt. Hierbei handelte es sich um FĂ€lschungen von Marken, die beim Feind als „Standardmarken“ Verwendung fanden. Im Gegensatz zu so genannten KriegsfĂ€lschungen, bei denen versucht wurde, das Original möglichst tĂ€uschend echt zu kopieren, handelte es sich bei den PropagandafĂ€lschungen um Marken, die dem Original nachempfunden, aber mehr oder weniger stark abgeĂ€ndert wurden. Durch Verbreitung dieser Marken durch Agenten sollte die Bevölkerung verunsichert bzw. demoralisiert werden.

Die deutschen MarkenfĂ€lschungen, die ab dem SpĂ€tsommer 1944 hergestellt worden sind, richteten sich ausschließlich gegen Großbritannien und wurden im KZ Oranienburg-Sachsenhausen produziert. Dabei wurden z. B. in der Markenserie, die 1937 anlĂ€sslich der Krönung von König Georg VI. herauskam, das PortrĂ€t seiner Frau Queen Elizabeth (die Queen Mum) durch jenes von Stalin ersetzt. Die meisten FĂ€lschungen existierten von der britischen Freimarkenserie Michel-Nr. 221–226, die nur das PortrĂ€t Georgs VI. zeigten. Die durchgefĂŒhrten VerĂ€nderungen der Marken waren subtiler: Hammer und Sichel in der Rose links, Davidstern statt Kreuz auf Krone, Davidstern in Distel rechts, Pennyzeichen aus Hammer und Sichel gebildet. Hinzu kamen vielfach Fantasieaufdrucke sowie vorgefertigte Propagandastempel, die nach dem erfolgten D-Day auf den angeblich bevorstehenden Verlust der britischen Kolonien hinweisen sollten.cite-ref-43[43]

Siehe auch
Literatur

‱ Louis Fortemps, Roel Vande Winkel: The German Military Propaganda Department Belgium (Propaganda-Abteilung Belgien) vis-à-vis “Cultures of Spectacle” in Occupied Belgium (1940–1944), in: Revue belge d'histoire contemporaine, 2021.cite-ref-44[44]
‱ Peter Longerich: Propagandisten im Krieg. Die Presseabteilung des AuswĂ€rtigen Amtes unter Ribbentrop. Oldenbourg, MĂŒnchen 1987, ISBN 3-486-54111-0.
‱ Gerhard Paul: Aufstand der Bilder. Die NS-Propaganda vor 1933. Verlag J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 1990, ISBN 3-8012-5015-6.
‱ Bernd Sösemann (hg. zusammen mit Marius Lange): Propaganda. Medien und Öffentlichkeit in der NS-Diktatur. 2 Bde., Franz Steiner, Stuttgart 2011.
‱ Jutta Sywottek: Mobilmachung fĂŒr den totalen Krieg. Die propagandistische Vorbereitung der deutschen Bevölkerung auf den Zweiten Weltkrieg. Opladen 1976.
‱ Georg Tidl: Propagandabomben und Flugblattgranaten ĂŒber Kiew : nationalsozialistische Propagandawaffen im Kampf gegen die Rote Armee. 2. Auflage. Das Neue Berlin, Berlin 2024, ISBN 978-3-360-02763-4.
‱ Birgit Witamwas: Geklebte NS-Propaganda. VerfĂŒhrung und Manipulation durch das Plakat. De Gruyter, Berlin/Boston 2016, ISBN 978-3-11-043808-6.
‱ Clemens Zimmermann: Medien im Nationalsozialismus. Deutschland 1933–1945, Italien 1922–1943, Spanien 1936–1951. UTB, Wien u. a. 2007, ISBN 978-3-8252-2911-5. (Rezension).

Weblinks

Commons

: Nationalsozialistische Propaganda

– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

‱ Benno Nietzel: Propaganda, in: Ernst MĂŒller, Barbara Picht, Falko Schmieder (Hg.): Das 20. Jahrhundert in Grundbegriffen. Lexikon zur historischen Semantik in Deutschland, Schwabe Verlag Basel, Berlin
‱ LeMO: NS-Propaganda
‱ Bernd Kleinhans: „Die Wochenschau als Mittel der NS-Propaganda“ auf shoa.de
‱ Tobias Jaecker: Journalismus im Dritten Reich. Möglichkeiten und Grenzen publizistischer Opposition
‱ Eine deutsche „Prawda“ – die „Wahrheit“ aus der Hand der Wehrmacht – ĂŒber die deutsche vierseitige Wochenzeitung in russischer Sprache vom 28. August 1941. (Bundesarchiv)
‱ Farbfotos von Propagandaveranstaltungen auf Daily Mail

Einzelnachweise

cite-note-11. Reports of the Propaganda-Abteilung about Belgium | Cegesoma. Abgerufen am 29. Dezember 2022.
cite-note-22. ↑ vgl. Organisationsbuch der NSDAP. Hrsg. von der Reichspropagandaleitung der NSDAP. 3. Auflage. Franz-Eher-Verlag, 1937, S. 295. archive.org, abgerufen am 27. Februar 2020.
cite-note-33. ↑ Adolf Hitler: Mein Kampf. MĂŒnchen 1933, 6. Kapitel: Kriegspropaganda, S. 198.
cite-note-44. ↑ Adolf Hitler: Mein Kampf. MĂŒnchen 1939, Kapitel „Kriegspropaganda“, Band I, S. 193 ff.
cite-note-55. ↑ Adolf Hitler: Mein Kampf. MĂŒnchen 1938, S. 197.
cite-note-66. ↑ Adolf Hitler: Mein Kampf. MĂŒnchen 1938, S. 198.
cite-note-77. ↑ Adolf Hitler: Mein Kampf. MĂŒnchen 1938, S. 200.
cite-note-88. ↑ „Jede Abwechslung darf nie den Inhalt des durch die Propaganda zu Bringenden verĂ€ndern, sondern muß stets zum Schlusse das gleiche sagen.“ (Adolf Hitler: Mein Kampf. MĂŒnchen 1938, S. 203); Propaganda hat sich „auf wenig zu beschrĂ€nken und dieses ewig zu wiederholen. Die Beharrlichkeit ist hier (
) die erste und wichtigste Voraussetzung zum Erfolg.“ (Adolf Hitler: Mein Kampf. MĂŒnchen 1938, S. 202.)
cite-note-99. ↑ Reichspropagandaleiter der NSDAP. Die Entwicklung des Amtes des Reichspropagandaleiters bis zur MachtĂŒbernahme. European Holocaust Research Infrastructure EHRI, abgerufen am 27. Februar 2020.
cite-note-1010. ↑ Albrecht Tyrell (Hrsg.): „FĂŒhrer befiehl
“. Selbstzeugnisse aus der Kampfzeit der NSDAP. Dokumentation und Analyse. DĂŒsseldorf 1969, S. 255 ff.
cite-note-1111. ↑ Goebbels schreibt exemplarisch in seinem Tagebuch am 4. September 1932: „Ich mache in einem Leitartikel scharfe AusfĂ€lle gegen die ‚vornehmen Leute‘. Wollen wir die Partei intakt halten, dann mĂŒssen wir jetzt wieder an die primitiven Masseninstinkte appellieren.“ Zit. bei Ralf Georg Reuth (Hrsg.): Joseph Goebbels TagebĂŒcher, 2. Bd., Piper, MĂŒnchen, S. 696.
cite-note-1212. ↑ zit. nach Thomas Balistier: Gewalt und Ordnung. KalkĂŒl und Faszination der SA. MĂŒnster 1989, S. 141. Verschreibung „MĂŒhlheim“ im Orig. von 1930.
cite-note-1313. ↑ Hans-Ulrich Wehler: Deutsche Gesellschaftsgeschichte, Bd. 4: Vom Beginn des Ersten Weltkrieges bis zur GrĂŒndung der beiden deutschen Staaten 1914–1949 C.H. Beck Verlag, MĂŒnchen 2003, S. 567 ff.; Ă€hnlich Henning Köhler: Deutschland auf dem Weg zu sich selbst. Eine Jahrhundertgeschichte. Hohenheim-Verlag, Stuttgart 2002, ISBN 3-89850-057-8, S. 232.
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cite-note-1616. ↑ Peter Longerich: Antisemitismus. Eine deutsche Geschichte. Von der AufklĂ€rung bis heute. Siedler, MĂŒnchen 2021, S. 267 f.
cite-note-1717. ↑ Reichspropagandaleiter der NSDAP. Die Entwicklung des Amtes des Reichspropagandaleiters bis zur MachtĂŒbernahme. European Holocaust Research Infrastructure EHRI, abgerufen am 27. Februar 2020.
cite-note-1818. ↑ Josef Olbrich: Erwachsenenbildung in der Zeit des Nationalsozialismus. In: Geschichte der Erwachsenenbildung in Deutschland. VS Verlag fĂŒr Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2001, S. 217–269.
cite-note-1919. ↑ Vgl. Guido Knopp: Hitlers Helfer. Goldmann, MĂŒnchen 1998.
cite-note-2020. ↑ Ernst Hanisch: Geschichte Österreichs 1890–1990: Der lange Schatten des Staates. Wien 1994.
cite-note-2121. ↑ Lutz Winckler: Studie zur gesellschaftlichen Funktion faschistischer Sprache. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1970.
cite-note-2222. ↑ Eine zusammenfassende Darstellung der sozialpsychologischen Mechanismen der Feindbildentstehung findet sich bei Haim Omer u. a. (Hrsg.): Feindbilder – Psychologie der DĂ€monisierung. Göttingen 2007, ISBN 978-3-525-49100-3, S. 42–65; dort auch „PrĂ€missen einer dĂ€monischen Sicht (
) 7. Heilung besteht in der Ausrottung des verborgenen Übels“.
cite-note-2323. ↑ Guido Knopp: Hitlers Helfer. Goldmann, MĂŒnchen 1998.
cite-note-2424. ↑ Stephan Marks: Warum folgten sie Hitler? Die Psychologie des Nationalsozialismus. Patmos Verlag, DĂŒsseldorf 2007.
cite-note-2525. ↑ Joachim C. Fest: Hitler. Eine Biographie. Frankfurt am Main 1973, S. 74 ff.
cite-note-2626. ↑ PrĂŒfung von FĂŒhrerbĂŒsten und Plaketten. In: Neues Wiener Tagblatt. Demokratisches Organ / Neues Wiener Abendblatt. Abend-Ausgabe des („)Neuen Wiener Tagblatt(“) / Neues Wiener Tagblatt. Abend-Ausgabe des Neuen Wiener Tagblattes / Wiener Mittagsausgabe mit Sportblatt / 6-Uhr-Abendblatt / Neues Wiener Tagblatt. Neue Freie Presse – Neues Wiener Journal / Neues Wiener Tagblatt, 4. September 1938, S. 6 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/nwg
cite-note-2727. ↑ Rudolf Stöber: Die erfolgverfĂŒhrte Nation. Deutschlands öffentliche Stimmungen 1866 bis 1945. Steiner, Stuttgart 1998, ISBN 3-515-07238-1, S. 170.
cite-note-2828. ↑ MilitĂ€rgeschichtliches Forschungsamt: Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg. Band I: Die propagandistische Mobilmachung fĂŒr den Krieg. Deutsche Verlags-Anstalt, ISBN 3-421-01934-7, S. 104.
cite-note-2929. ↑ BĂ©la Grunberger, Pierre Dessuant: Der Antisemitismus Hitlers. In: BĂ©la Grunberger, Pierre Dessuant: Narzißmus, Christentum, Antisemitismus. Eine psychoanalytische Untersuchung. Klett-Cotta, Stuttgart 2000, ISBN 3-608-91832-9, S. 474.
cite-note-3030. ↑ Grunberger, Dessuant: Narzißmus, Christentum, Antisemitismus. 2000, S. 474.
cite-note-3131. ↑ Götz Aly: Hitlers Volksstaat. Raub, Rassenkrieg und nationaler Sozialismus. Fischer, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-10-000420-5, S. 49 ff.
cite-note-aly11-3232. ↑ Götz Aly: Hitlers Volksstaat. 2005, S. 11.
cite-note-332. vgl. Kari Taskinen: Nationalsozialistischer Sprachgebrauch in den Kriegsberichten der Propagandakompanie 680 von 1941 bis 1944. Eine sprachkritische Analyse ausgewĂ€hlter Artikel der Frontzeitung „Lappland-Kurier“ UniversitĂ€t Tampere, 2013
cite-note-3434. ↑ Joachim Zeller: Dresden 1938: „Auch hier liegt deutsches Land“. In: Ulrich van der Heyden, Joachim Zeller (Hrsg.): Kolonialismus hierzulande. Eine Spurensuche in Deutschland. Sutton, Erfurt 2007, ISBN 978-3-86680-269-8, S. 262–266, hier S. 263 f.
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cite-note-3636. ↑ Elke Frietsch: Kulturproblem Frau: Weiblichkeitsbilder in der Kunst des Nationalsozialismus. Böhlau-Verlag 2006, ISBN 3-412-35505-4.
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